Fr
08
Okt
2010
Das letzte Septemberwochenende war ein wettkampfreiches für mich. Am Samstag, dem 25.09.2010, bin ich bei den Deutschen Feuerwehrmeisterschaften über 10 Kilometer gestartet. Diese finden jedes Jahr in Mönchengladbach statt. Da mein Bruder Tobias und auch mein Freund Thorsten in einer Freiwilligen Feuerwehr sind, bin ich als Angehörige startberechtigt. Zudem hatte ich dem Organisator eigentlich schon im Jahr 2009 mein Kommen zugesagt, was ich aber leider nicht einhalten konnte. So habe ich dieses Versprechen ein Jahr später doch noch eingelöst.
Die Strecke führt über einen schnellen und vermessenen Rundkurs, der gute Zeiten möglich macht. Das war an diesem Tag allerdings nicht mein Ziel, denn ich wollte einen schnellen Trainingslauf absolvieren. So kam ich nach 37:52 Minuten ins Ziel – ein gutes Resultat und ein guter Trainingslauf. Bei den Herren ging es da schon zügiger zu. Es siegte – wie zu erwarten – Julian Flügel (PSV Grün-Weiß Kassel) in 31:14 Minuten vor meinem Bruder Tobias, der in 32:16 Minuten Platz 2 belegen konnte. Es war eine sehr gut organisierte Veranstaltung – was soll man von der Jungs und Mädels der Feuerwehr auch anderes erwarten – und auch das Wetter spielte an diesem sonnigen Septembertag mit.
Am Sonntag darauf stand dann er nächste Wettkampf an, denn wie fast jedes Jahr starteten wir in Polch beim Griesson de Beukelaer Stadtlauf. Auch hier musste man (um an die Preis-Kekse zu gelangen) einen 10 Kilometer langen Rundkurs bewältigen (oder einfach in die verkaufsoffene Keksfabrik gehen – ist natürlich auch eine gute Alternative...). Ich hatte an diesem Tag recht lockere Beine, wenngleich ich morgens früh aufgrund des Wettkampfs am Vortag etwas skeptisch war. Pünktlich zum Startschuss verzogen sich meine Skepsis und auch die letzten Regenwolken und es herrschten – wie jedes Jahr in Polch – sehr gute Bedingungen.
Meine Form war von Anfang an gut, so als hätte ich das ganze Wochenende noch nichts getan. Mit Constanze Türk (LG Telis-Finanz Regensburg) hatte ich eine Gegnerin, die mich während des Rennens immer wieder forderte, ich hatte aber das Gefühl immer gut mithalten zu können. So lief ich ein taktisches Rennen und setzte mich erst auf dem letzten Kilometer von Constanze ab. Ich siegte mit rund 10 Sekunden Vorsprung in 36:25 Minuten. Um den Doppelsieg des Vorjahres zu wiederholen, hätte mein Bruder Tobias die Männerwertung gewinnen müssen. Das erwies sich in diesem Jahr als nicht so einfach. Der Marokkaner Abderazzak Charai streute während des Rennens immer wieder Tempoverschärfungen ein, die Tobias auch mitgehen und kontern konnte.
Am Ende musste mein Bruder den Marokkaner aber doch ziehen lassen und wurde mit 7 Sekunden Rückstand in 31:54 Minuten Zweiter. Eine sehr gute Zeit und Leistung in Anbetracht der Vorbelastung und den Tempoverschärfungen des Marokkaners. Ich hoffe, dass Tobi nach den guten Läufen nun wieder mehr und mit mehr Motivation trainiert.
Unter dem Strich lässt sich sagen, dass ich ein sehr schönes Sport-Wochenende hatte.
So langsam aber sicher geht es mit meiner Form wieder aufwärts und ich denke, dass ich zur Cross-Saison wieder fit bin. Es war gut dass ich nach meiner Verletzung locker trainiert habe, denn sie musste erst einmal richtig auskuriert werden. Bei schnellen Tempoeinheiten ist sie leider ab und an noch immer zu spüren, ich bin aber guter Dinge dass das bald nicht mehr der Fall sein wird.
Bis Bald & Gruß
Eure Vreni